Japanische Küche in Deutschland – Onigiri Rezept!

Japanische Küche in Deutschland – Onigiri Rezept!

Oktober 2026: Onigiri – japanische Reisdreiecke mit Thunfischcreme

Was sind Onigiri eigentlich?

Der Name kommt vom japanischen Verb nigiru, „greifen“ oder „mit der Hand formen“. Onigiri sind also wörtlich „von Hand geformter Reis“. In manchen Regionen Japans heißen sie auch Omusubi, gemeint ist aber dasselbe: eine Portion Reis, in Dreiecks-, Kugel- oder Zylinderform gedrückt, meist mit einer Füllung in der Mitte und oft in ein Stück Nori (getrockneter Seetang) gewickelt.

Die Idee ist uralt. Schon vor über tausend Jahren wurden Reisbällchen als Proviant mitgenommen, und später trugen Samurai und Reisende sie als handliche Wegzehrung bei sich. Das Prinzip ist bis heute dasselbe: Der Reis wird gesalzen und fest gepresst, so bleibt er lange haltbar und lässt sich ohne Besteck essen. Mit dem Nori-Anbau in der Edo-Zeit kam dann auch das Seetangblatt als „Griff“ dazu, damit die Finger nicht am Reis kleben.

Heute sind Onigiri aus dem japanischen Alltag nicht wegzudenken. Sie stecken in Bento-Boxen, werden als schneller Snack zwischendurch gegessen und liegen in jedem Konbini (japanischer Convenience Store) gleich neben der Kasse, in zig Sorten. Thunfisch mit Mayonnaise, auf Japanisch Tsuna Mayo, gehört dabei seit Jahrzehnten zu den absoluten Lieblingen und ist der perfekte Einstieg für alle, die zum ersten Mal Onigiri formen.

Wer keinen Fisch isst, kann die Füllung einfach austauschen: Ein Klecks gewürzter Tofu, etwas angebratenes Gemüse mit Sojasauce oder ganz klassisch gar keine Füllung, nur gesalzener Reis, funktionieren genauso gut.

Rezept für ca. 6 Onigiri

  • 300 g Sushi- oder Rundkornreis
  • 360 ml Wasser
  • 1 Dose Thunfisch
  • 1 gute Portion Mayonnaise
  • Salz
  • 1 kleine Schüssel Wasser (zum Befeuchten der Hände)
  • Optional: Nori-Blätter

Zubereitung

  1. Den Reis gründlich waschen, bis das Wasser fast klar bleibt. So geht die überschüssige Stärke raus, sonst wird der Reis später zu matschig.
  2. Den gewaschenen Reis mit 360 ml Wasser in einen Topf geben, Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten garen. Danach kurz abkühlen lassen, bis man ihn gut anfassen kann.
  3. In der Zwischenzeit den Thunfisch abtropfen lassen und mit einer guten Portion Mayo zu einer Creme vermengen. Die Nori-Blätter in passende Streifen schneiden.
  4. Die Hände ganz leicht mit Wasser befeuchten, aber bloß nicht zu viel, sonst hält der Reis nicht zusammen. Dann eine kleine Prise Salz in den Händen verreiben.
  5. Eine gute Portion Reis nehmen und erst mal zu einem kleinen Schneeball formen. Ein kleines Loch hineindrücken, etwas Thunfischcreme hineingeben und mit etwas Reis abdecken.
  6. Jetzt das Dreieck formen: Mit Handballen und Fingern der einen Hand leicht drücken, mit der anderen dagenhalten und das Onigiri dabei immer wieder drehen. Langsam, aber sicher entsteht so die typische Form.
  7. Zum Schluss das Onigiri in die Mitte eines Nori-Streifens setzen und den Seetang nach oben zuklappen.

Fertig! Guten Appetit.

War gar nicht so schwer, oder? Und genau das ist das Schöne an Onigiri: Mit ein bisschen Übung hat man in wenigen Minuten einen Snack, den man in Japan in jedem Konbini findet, ganz ohne vorher eine Japanreise planen zu müssen.

Back to blog

Leave a comment

Please note, comments need to be approved before they are published.